START
BERUF
KONKRET
Theoretisches

Messtheoretische Grundlagen

Bei JobGuide-Pro handelt es sich um ein kriterienorientiertes Testverfahren, bei dem einzelne Testergebnisse nicht über den Vergleich mit Werten einer Referenzpopulation interpretiert werden (normative Testverfahren), sondern anhand eines vorher gesetzten inhaltlichen Kriteriums. JobGuide-Pro setzt die Testergebnisse der Probanden in Relation zu Anforderungskriterien, die von Fachleuten aus den tatsächlichen Erfordernissen einzelner Ausbildungsgänge oder Berufstätigkeiten entwickelt wurden.
Eine Normierung des Tests ist unterblieben, weil Ziel des Verfahrens nicht der Vergleich der individuellen Ausprägung einzelner Schlüsselqualifikationen mit den Ausprägungen einer Referenzpopulation ist, sondern zu klären ist, inwiefern der Proband in seiner individuellen Ausprägung erfolgsrelevanter Schlüsselqualifikationen berufsspezifischen Kriterien entspricht.

Gütekriterien:

Objektivität

"Mit Objektivität ist gemeint, inwieweit das Testergebnis unabhängig ist von jeglichen Einflüssen außerhalb der getesteten Person, also vom Versuchsleiter, der Art der Auswertung, den situationalen Bedingungen, der Zufallsauswahl, von den Testitems usw." ( J. Rost, S. 31)
Unterschieden wird zwischen:
    · Durchführungs-,
    · Auswertungs- und
    · Interpretationsobjektivität.

Bei JobGuide-Pro handelt es sich um ein pc-gestütztes Verfahren, bei dem der Proband unbeeinflusst von anderen Personen mit dem Computer arbeitet. Insofern ist von einer hohen Durchführungsobjektivität auszugehen.

Der Computer berechnet die Ergebnisse des Testverfahrens, wodurch eine hohe Auswertungsobjektivität gewährleistet ist.

Die Konzeption des Verfahrens verhindert eine Beeinflussung der Auswertung durch externe Faktoren.


Reliabilität

"Mit Reliabilität (Zuverlässigkeit) ist das Ausmaß gemeint, wie genau der Test das misst, was er misst (egal, was er misst). Es ist hier lediglich die Messgenauigkeit, die numerische Präzision der Messung angesprochen, unabhängig davon, was der Test überhaupt misst." (Rost, J., S. 31)
Die Messgenauigkeit eines Test ist somit u.a. abhängig von den situativen Bedingungen der Messung und der Merkmalskonstanz und der inneren Konsistenz, der Leistungsfähigkeit des Test als Messinstrument ( instrumentelle Reliabilität). (Lienert, S. 201).

Die errechneten internen Konsistenzen der Skalen haben folgenden
Range

START

über .80 : 10 Skalen
über .70 : 13 Skalen


BERUF

über .80 : 15 Skalen
über .70 : 14 Skalen


KONKRET

über .80 : 19 Skalen
über .70 : 21 Skalen

Die ermittelten Korrelationen liegen in einem für Einstellungs- und Interessentests guten Bereich.


Validität

"Mit Validität ist gemeint, inwieweit der Test das misst, was er messen soll. Es geht also um den Grad der Gültigkeit der Messung oder der Aussagefähigkeit des Testergebnisses bezüglich der Messintention." (Rost, J., S. 31)


Kriteriumsrelevante Validität

Der Nachweis externer Valdität setzt voraus, dass andere, externe (‚testfremde') Variablen vorliegen, die ebenfalls das messen, was der Test messen soll. D.h. die Messungen des Tests werden verglichen mit den Messergebnissen etablierter Tests.
Die Untersuchungsergebnisse von JobGuide-Pro weisen zu den Ergebnissen verschiedener etablierter Verfahren nach Pearson signifikante Korrelationen auf dem Niveau von 0,01 (2-seitig) auf.